Sell in May and go away?

Hallo liebe Geldhamster-Gemeinde !Hamster

„Sell in May and go away, but remember to come back in September“

Dies ist einer der bekanntesten Börsensprüche – und wenn du schon ein wenig mit dem Thema Börse zu tun gehabt hast, ist er dir sicher schon untergekommen. Da ja nächste Woche schon wieder der Mai ansteht, wollen wir auns anschauen, wie es wirklich um diesen „Mythos“ steht?

Man sollte also seine Aktien im Mai verkaufen und erst im September wieder einsteigen. Das Zitat hat schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel, ist aber im Grunde genommen nach wie vor aktuell (vielleicht um ein paar Wochen auf oder ab – aber hierzu mehr weiter unten). Der Grund liegt ganz einfach darin, dass viele Börsianer im Winter ihr Geld verdienen und im Sommer dann Urlaub machen (wie auch viele andere Menschen 🙂 ).
Jeffrey A. Hirsch ist ein alter Hase im Aktienhandel und hat mit seinem Vater Yale Hirsche heuer bereits die 49.Auflage seines alljährlichen Stock Trader’s Almanac herausgebracht (wer des Englischen halbwegs mächtig ist, dem ist dieses Buch wärmstens zu empfehlen – es gibt aber seit dem Vorjahr auch ein deutsches Buch, welches ebenfalls voll von Statistiken und Analysen ist:
Das kleine Buch der Börsenzyklen: Verdienen Sie Geld mit den besten Kursmustern und Indikatoren ).
Der Almanac ist eine Art Investment-Kalender. Hirsch hat seit 1950 die amerikanischen Aktienmärkte auf die unterschiedlichsten Arten und auf allen möglichen Zeitebenen analysiert und Statistiken angefertigt, die einem beim täglichen Handel hilfreich sein sollen. Laut Hirsch gibt es auch einen klaren Zeitraum, nämlich genau 6 Monate, in denen man in Aktien investiert sein sollte. Wenn man am 01. November 1950 den Betrag von 10.000 USD in den Dow Jones Index (einer der wichtigsten amerikanischen Börseindizes) investiert hätte und das Geld immer von 01. November bis zum 30. April des nächsten Jahres liegen gelassen und das Geld dann jedes Jahr neu investiert hätte (inklusive der jeweils angefallenen Gewinne), hätte man eine durchschnittliche Rendite von 7,5% pro Jahr gemacht und hätte im
Jahr 2014 über den unglaublichen Betrag von 838.486 USD verfügt. Hier sieht man wieder einmal eindrucksvoll die Macht des Zinseszinses.

Nun aber zu den anderen 6 Monaten im Jahr – wenn man die 10.000 USD jeweils von 01.Mai bis 31.Oktober investiert hätte, würde 2014 – man mag es kaum glauben sogar ein Verlust von 221 USD zu Buche stehen. Es wären also von den 10.000 nur mehr 9.779 USD da – auf lange Sicht also quasi ein Nullsummen-Spiel und die „jährliche“ Rendite wird also in nur 6 Monaten gemacht.

Die Sell-in-May-Regel hat also durchaus noch ihre Berechtigung – nur ist der September oft schon ein bisschen zu früh um wieder in den Aktienmarkt einzusteigen, da es, vorallem auch in den letzten Jahren, oft im Oktober noch zu Verwerfungen an den Märkten kommt – es reicht also ein halbes Jahr investiert zu sein und das Geld von Mai bis Oktober in irgendeiner festverzinslichen sicheren Anleihe oder auf dem Taggeld-Konto zu parken.

Wie man sieht, investieren muss gar nicht so schwer sein. Einfach ein Depot eröffnen, in Österreich zB bei Flatex oder Hellobank und Indexfonds oder ETF’s kaufen und schon kann man sich langfristig kostengünstig ein kleines Vermögen aufbauen. Eine andere, noch leichtere Möglichkeit ist es zB bei Ginmon einen Sparplan zu eröffnen, bei dem man monatlich einen bestimmten Betrag zB 50 oder 100 EUR sparen und je nach Risikoneigung in ETF’s investieren kann.

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